#Masterplan – Ein Weg aus der Pandemie

Die Situation, in der wir uns befinden, ist – gelinde gesagt – scheiße. Die Intensivstationen sind voller mit COVID-Patient*innen denn je, die sieben-Tages-Inzidenzen gehen durch die Decke und aus der Politik hört man leider nichts über einen Plan aus der Pandemie. Stattdessen wird über eine Impfpflicht diskutiert. Es gibt aber keinen Plan aus der Pandemie, der kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen kombiniert. Und genau das will ich hier mal probieren. Mein Vorschlag setzt sich also aus genau diesen drei Teilen zusammen

Vorweg noch einen Satz: Mein Vorschlag ist nur EIN Weg aus der Pandemie, sicher nicht der einzige.

Kurzfristige Maßnahmen

Am 23.11.2021 (an dem Tag schreibe ich diesen Text) liegt die sieben Tages-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten sieben Tagen, bei fast 400. Die Situation ist mehr als dramatisch. Daher braucht es jetzt eine kurzfristige Lösung für die nächsten vier bis sechs Wochen. Und in diesem Zeitraum braucht es leider einen Lockdown für alle, also völlig egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft. Geöffnet bleiben sollten dabei nur Supermärkte, Drogeriemärkte und weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Gastronomie, Clubs, Bars und körpernahe Dienstleistungen müssen aber leider erneut schließen. Außerdem braucht es eine kontrollierte Homeoffice-Pflicht und eine 1G Regelung am Arbeitsplatz (also nur getestete Menschen), wenn kein Homeoffice möglich ist. Das Ganze muss natürlich auch wirtschaftlich und sozial abgefedert werden, so dass die Pandemie nicht noch mehr Menschen in den finanziellen Ruin treibt. Für alles weitere, wie zum Beispiel Museen oder Kinos, die gerne offen bleiben können, muss eine 2G+ Regelung greifen, also tatsächlich geimpft oder genesen UND zusätzlich zu eins von beidem auch noch getestet durch eine offizielle Teststelle (hier gleichbedeutend mit einem negativen Schnelltest, der maximal 12 Stunden alt ist). Weiterhin braucht es aber in diesen Einrichtungen eine FFP2-Maskenpflicht und behördlich genehmigtes Infektionsschutzkonzept. Die Masken könnten dabei zum Beispiel kostenlos am Eingang zur Verfügung gestellt werden.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen und es vier Wochen nach Einführung dieser zu keinem Absinken der Inzidenz unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen innerhalb von sieben Tagen kommen, müssen auch Schulschließungen wieder ins Auge gefasst werden. Dies kann dann natürlich mit den Weihnachtsferien in allen Bundesländern kombiniert werden. So bietet es sich an, dann die Weihnachtsferien entsprechend zu verlängern.

Mittelfristige Wege

Während des Lockdowns wird es selbstverständlich nötig sein, eine Impfpflicht einzuführen. Und zwar für alle, für die aktuell ein entsprechender Impfstoff zugelassen ist. Also alle ab 12 Jahren bzw ab fünf Jahren, sobald der Impfstoff entsprechend zugelassen wurde. Gerade bei Kindern und Jugendlichen lässt sich eine Impfpflicht vergleichsweise einfach über die Schulen und KiTas kontrollieren und einführen, indem eine 2G Regelung für diese Einrichtungen getroffen wird. Bei Erwachsenen kann dies durch die Arbeitgebenden erfolgen, im Rahmen dessen, dass auch am Arbeitsplatz nach Einführung der Impfpflicht ein entsprechender Impfnachweis beim Arbeitgebenden erbracht werden muss.

Von einer Impfpflicht ausgenommen sind selbstverständlich Menschen, die sich aus bestimmten Gründen nicht impfen lassen düfen und dafür ein entsprechendes Amtsärztliches Attest vorlegen können. Diese Personengruppen müssen aber für alles, das einen 2G+-Nachweis erfordert einen maximal 12 Stunden alten negativen Schnelltest von einer offiziellen Teststelle vorweisen.

Langfristiger Ausblick

Während die vorherigen beiden Blöcke zum Kampf gegen die Pandemie auf der einen Seite die aktuelle Welle brechen und auf der anderen Seite eine fünfte Welle verhindern, braucht es auch eine langfristige Strategie im Kampf gegen das Virus. Dabei kommt dem öffentlichen Gesundheitsdienst (also den Gesundheitsämtern) eine wichtige Rolle zu. Diese müssen endlich, wenn noch nicht geschehen, mit digitalen Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung ausgerüstet werden. Auch muss über eine Aufstockung der Mitarbeitenden nachgedacht werden. Denn selbst wenn das Corona-Virus irgendwann hoffentlich endemisch wird, braucht es eine effiziente und gute Kontaktnachverfolgung um Ausbrüchen direkt im Keim zu ersticken.

Bei all den Maßnahmen, die ich hier aufgeführt habe, dürfen wir eine Sache nicht vergessen: Die Pandemie ist erst vorbei, wenn sie in allen Nationen der Welt vorbei ist. Daher müssen auch Patente auf die Impfstoffe freigegeben werden, damit so schnell wie nur irgend möglich alle Menschen auf diesem Planeten den Impfstoff erhalten können.

Lasst uns gemeinsam diese Pandemie beenden. Dafür brauchen wir aber in meinen Augen die hier beschriebenen Maßnahmen. Aber lasst uns auch gerne über diese in den Kommentaren unter diesem Text oder auf einer Plattform eurer Wahl diskutieren.

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